Mit einem Trick haben die Freiwilligen der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. am vergangenen Dienstag, den 4. Juli, den Versuch unternommen, die in Brandau seit einigen Jahren regelmäßig präsenten Weißstörche dazu zu bewegen, sich hier dauerhaft anzusiedeln. Mit Hilfe der Feuerwehr Ober-Ramstadt wurde das vor nun schon fast vier Jahren am Lindenhof aufgestellte Storchennest am Lindenhof mit mehr Ästen bestückt und mit weißer Farbe bespritzt. Das soll einen möglicherweise interessierten Storch anlocken und den Eindruck erwecken, dass das Nest bereits einmal belegt war.

Schon seit einigen Jahren streifen immer wieder bis zu zehn Störche durch die frisch gemähten Brandauer Wiesen. Es handelt sich vermutlich um in der Bergstraße heimische Tiere, die sich hier zusätzliche Futterquellen erschließen. Leider waren bisher noch keine Störche bereits zu Jahresbeginn in Brandau anzutreffen. Dann wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie andernorts noch kein Nest belegt haben und sich hier bei uns ansiedeln.

Die Feuerwehr ist am Dienstag mit einem großen Leiterwagen angerückt, um unser Vorhaben zu unterstützen. Ein besonderes Dankeschön gilt daher Michael Kraft, dem Wehrführer aus Ernsthofen, der für die Stadt Ober-Ramstadt arbeitet.

Foto: Uwe Drucktenhengst

Auch wenn der Zwerg häufig fast alle anderen Waldbewohner übertönt, hörten die 15 Interessierten, die am vorvergangenen Sonntag um 7 Uhr früh an der Vogelstimmenwanderung der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. teilgenommen haben, nicht nur den Zaunkönig, sondern auch zahlreiche andere heimische Singvögel. Unter der fachkundigen Leitung von Michael Schoeler starteten die Fühaufsteher am Schützenhaus ihre Tour, die unser Zweiter Vorsitzender auch immer wieder durch Vogelstimmen und Fotoporträts von seinem Tablet bereicherte.

Foto: Jan Drucktenhengst

Eines der Highlights der rund anderthalbstündigen Wanderung war ein Kleiber, den die Gruppe direkt vor seiner Nisthöhle, dem Astloch einer alten Buche, beobachten konnte. Wir freuen uns über die rege Beteiligung an der Vogelstimmenwanderung und das offenbar vorhandene Interesse an unserer heimischen Vogelwelt. Ganz besonders haben wir uns über den Besuch unserer Freunde vom Verschönerungsverein Allersthofen-Hoxhohl gefreut, die die Vogelgruppe ihres Vereins wiederbeleben möchten.

Auch bei der Fledermausexkursion am vergangenen Freitagabend waren einige Interessierte vor Ort. Ausgangspunkt war ebenfalls das Schützenhaus. Dank zweier Spezialgeräte konnten die Interessierten nicht nur die heimischen Fledermäuse sehen, sondern auch echte Fledermausrufe hören. Hierzu wandelten die Geräte die hochfrequenten Töne in fürs menschliche Gehör wahrnehmbare Knacklaute um. Bei der Wanderung konnte indes aufgrund der niedrigen Temperaturen leider nur eine einzige Fledermausart ausgemacht werden. Neben der Zwergfledermaus sind bei uns unter anderem der Kleine und sogar der Große Abendsegler, der eine Flügelspannweite von bis zu 35 Zentimetern erreicht und mit bis zu 70 Sachen durch die Nacht jagt, heimisch. Auch die Fledermausexkursion erfreute sich großen Interesses, auch an ihr nahmen mehr als ein Dutzend Interessierte teil. Die VNB will in den kommenden Monaten und Jahren weitere Veranstaltungen zu den beeindruckenden Flugsäugern anbieten und eventuell auch erste Fledermauskästen aufhängen und betreuen, unter anderem ist eine Veranstaltung mit dem Fledermausschutz Südhessen geplant – bleiben Sie auf dem Laufenden!

(Jan Drucktenhengst)

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. wird in den kommendem Tagen gleich zwei interessante Veranstaltungen anbieten. Auf einer Fledermausexkursion, die am Freitag, den 3. Mai um 19 Uhr am Schützenhaus starten wird, erkunden wir die Welt der heimischen Fledrmäuse – unter anderem mit einem Detektoren, mit dem wir ihre Rufe im Ultraschallbereich hörbar machen können. Außerdem wird am 28. April um 7 Uhr früh eine Vogelstimmenwanderung stattfinden. Der Treffpunkt hierfür ist ebenfalls das Schützenhaus in Brandau.

Erkunden Sie mit und die heimische Vogelwelt – von einem der kleinsten, aber kaum überhörbaren Singvögel, dem Zaunkönig, bis hin zu Kolkrabe, Schwarzspecht & Co. haben unsere Wälder eine große Vogelvielfalt zu bieten. Kommen Sie also vorbei, es lohnt sich! Wir freuen uns auf Sie!

(Jan Drucktenhengst)

Die Betreuung unserer Nistkästen nehmen immer einen großen Teil der Vereinsarbeit ein. Unser Zweiter Vorsitzender Michael Schoeler übernimmt diese Aufgabe dankenswerterweise gemeinsam mit Thomas Langer.

Eine von ihm aufgestellte Übersicht über die aktuelle Belegung der Nistkästen, die auch auf unserer Jahreshauptversammlung vorgestellt wurde, finden Sie hier:

Die Meisen, allen voran ihr häufigster Vertreter, die Kohlmeise, nehmen den größten Raum in der Statistik ein. Aber auch Feldsperling und Kleiber sind stark vertreten. Der Wasseramsel-Kasten ist in diesem Jahr nicht belegt. Die Schwammspinner scheinen in diesem Jahr ein verbreitetes Phänomen zu sein.

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Wahl zweier Protokoll-Beurkunder
  4. Bericht der Ersten Vorsitzenden (mit bebildertem Jahresrückblick)
  5. Tätigkeitsberichte:

Schriftführer Jan Drucktenhengst

Rechner Uwe Drucktenhengst

Betreuer der Winterfütterung Uwe Drucktenhengst

Betreuer der Nistkästen Michael Schoeler

Bericht Fledermäuse Michael Schoeler

Bericht der Kassenprüfer

6. Entlastung des Vorstandes

7. Neuwahl des Vorstandes

8. Pläne für 2019

9. Verschiedenes

 

1: Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßte die Erste Vorsitzende Gabi Pratz elf Vereinsmitglieder. Die Einladung erfolgte form- und fristgerecht laut Satzung. Gegen die Tagesordnung gab es keine Einwände.

2: Die Anwesenden legten eine Gedenkminute zu Ehren der verstorbenen Mitglieder ein. Im vergangenen Jahr verstarben unter anderem die beiden Ehrenmitglieder Jakob Allmann und Walter Jährling.

3: Karl Drucktenhengst und Petra Schwarzhaupt wurden einstimmig als Beurkunder des Protokolls gewählt.

4: Unsere Erste Vorsitzende Gabi Pratz erläuterte die Aktivitäten im abgeschlossenen Berichtsjahr 2018/19. Es wurden zwei Vorstandssitzungen im Berichtsjahr abgehalten. Im Berichtsjahr fand außerdem eine Straßengrabenreinigung statt: Am Morgen des heutigen Samstags (30. März) sammelte man Müll an allen Brandauer Ortsausgangsstraßen.

Im Mai kam man zu einer Vogelstimmenwanderung in den frühen Morgenstunden am Schützenhaus zusammen. Später erfolgte eine spannende und gut besuchte Fledermauswanderung bei Nacht. Im Juni erfolgte außerdem eine Rehkitz-Suchaktion, bei der einige junge Tiere vor dem Mähtod gerettet werden konnten. Auch im abgelaufenen Vereinsjahr wurden wieder einige Pflegemaßnahmen durchgeführt. Mit den Nistkästen und der Winterfütterung hatte man wieder viele Stunden Arbeit. Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit war man auf der Homepage und in den Modautal-Nachrichten aktiv. Der abschließende Dank der Vorsitzenden galt allen Helfern, die sich aktiv in die Vereinsarbeit eingebracht haben.

5: Uwe Drucktenhengst erläuterte die geschäftlichen Aktivitäten im Kalenderjahr 2018. Die Kassenlage ist gut, es besteht Spielraum für die nötigen Investitionen, auch durch die hohe Spendenbereitschaft bei der winterlichen Vogelfutterausgabe.

Jan Drucktenhengst verlas das Protokoll zur letzten Jahreshauptversammlung. Es wurde einstimmig genehmigt.

Michael Schoeler berichtete über Belegung und Zustand der Nistkästen. Von derzeit 334 betreuten Nistkästen sind 288 belegt – von insgesamt 386 Brutvögeln. In seinem ausführlichen Bericht ging Michael auch auf das Thema Fledermäuse in Brandau ein, wozu er unter anderem einen Fledermauskasten zum Anfassen präsentierte.

Uwe Drucktenhengst berichtete über die Winterfütterung und Futterausgabe, bei der trotz des eher milden Winters die höchsten Spendeneinnahmen der letzten Jahre erzielt werden konnten.

Martina Horn bestätigte – auch im Namen des nicht anwesenden Harald Horn – eine nachvollziehbare, ordentliche und insgesamt einwandfreie Kassenführung.

5: Dem Antrag von Martina Horn auf Entlastung des Rechners sowie des gesamten geschäftsführenden Vorstandes wurde stattgegeben. Die Versammlung bestätigte die Entlastung einstimmig.

6: Vor den Vorstandswahlen wurde Thomas Herrmann einstimmig zum Wahlvorstand gewählt. In den Vorstand wurden anschließend folgende Personen – jeweils einstimmig bei einer Enthaltung – gewählt:

  1. Vorsitzende: Gabi Pratz
  2. Vorsitzender: Michael Schoeler

Schriftführer: Jan Drucktenhengst

Rechner: Uwe Drucktenhengst

Beisitzer: Günther Hartmann

Ältestenrat: Heinz Allmann

7: Gabi Pratz stellte die Planung für 2019 vor: Nach der Straßengrabenreinigung soll im Frühjahr noch eine Frühwanderung unter der Leitung von Michael Schoeler sowie erneut die Rehkitzsuche zur Rettung der Jungtiere vor dem Mähtod stattfinden. Es sollen verstärkt Veranstaltungen zu Fledermäusen stattfinden. Die Öffentlichkeitsarbeit auf der Homepage und in den Modautal-Nachrichten soll fortgeführt werden.

8: Die Frühwanderung wurde auf den 28. April terminiert. Treffpunkt ist um 7 Uhr am Schützenhaus. Zum Thema Fledermäuse werden wir einen Fachvortrag planen. Thomas Hermann regte die stärkere Vernetzung mit den anderen Vereinen an. Der Vereinsflyer soll auch in Neunkirchen und Lützelbach verteilt werden. Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende Gabi Pratz bei allen Anwesenden für ihr Kommen und schloss die Versammlung um 21.20 Uhr.

Modautal-Brandau, den 31. März 2018

Jan Drucktenhengst, Schriftführer

Ab sofort ist Pause im Garten angesagt, zumindest was den Schnitt von Bäumen oder Hecken angeht. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht nämlich einen besonderen Schutz von Vögeln während der Brutzeit vor, zwischen dem 1. März und dem 30. September. In dieser Zeit sind keine „Bäume, Hecken, Gebüsche oder andere Gehölze abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“ (Quelle: „Das neue Bundesnaturschutzgesetz“, aus § 39). Allerdings sollte man auch bei vorsichtigen Pflegeschnitten darauf achten, dass sich kein Nest in der Hecke befindet. Fühlen sich Vögel beim Brüten oder der Aufzucht von Jungen gestört, kann es vorkommen, dass sie das Nest aufgeben und die Jungvögel darin verhungern.

Hecken im Garten, ob als Wildhecke oder als entsprechend geschnittene Formhecke, bieten gute Brut- und Versteckmöglichkeiten für unsere Wildvögel. Aufgrund des insgesamt eher milden Winters, haben manche Vogelarten schon mit dem Nestbau begonnen. Sie können Vögeln außerdem helfen, indem Sie z.B. zusätzliche Nistkästen an geeigneten Plätzen im Garten aufhängen. Übrigens brüten Vögel nicht nur im Frühjahr. Viele Arten ziehen bis in den Sommer hinein mehrere Bruten groß und es ist spannend, sie im eigenen Garten dabei zu beobachten.

(Gabi Pratz)

Zu ihrer Straßengrabenreinigung durfte die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. am vorvergangenen Wochenende mehr Helfer begrüßen als in den letzten Jahren. Das Resultat war jedoch ernüchternd: Auch in den vergangenen zwölf Monaten haben einige Bürger leider wieder mangelndes Bewusstsein für unsere Umwelt bewiesen und ihren Müll achtlos weggeworfen. Verpackungsmüll von To-Go-Produkten und beim Autofahren entsorgte Glasflaschen gehörten also weiterhin zum gewohnten Bild vom Straßengraben an allen Brandauer Ortsausgangsstraßen. Die zahlreichen Helfer – 14 waren es an der Zahl – wollten dem etwas entgegensetzen und sammelten insgesamt elf Säcke Müll. Anschließend gab es eine kleine Stärkung bei Familie Drucktenhengst. Wir bedanken uns bei der Gemeinde Modautal, die wieder Fahrzeug und Ausrüstung gestellt und den gesammelten Müll entsorgt sowie eine Stärkung für die Helfer finanziert hat, bei allen Helfern für die Unterstützung und bei allen Bürgern, die ihre Vernunftbegabung unter Beweis stellen und ihren Müll nicht im Straßengraben, sondern ordnungsgemäß im Mülleimer entsorgen.

(Jan Drucktenhengst)

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. lädt ihre Mitglieder und alle Interessierten und Freunde des Vereins für den 30. März zu ihrer Generalversammlung im Haus am Mühlberg ein.

Foto: Pixabay

Die Sitzung wird um 19.30 Uhr mit folgender Tagesordnung beginnen:

TOP 1: Begrüßung durch die Erste Vorsitzende Gabi Pratz

TOP 2: Totenehrung

TOP 3: Wahl zweier Protokoll-Beurkunder

TOP 4: Bericht der Ersten Vorsitzenden (mit bebildertem Jahresrückblick)

TOP 5: Berichte Winterfütterung, Nistkästenbetreuung, Heckenpflanzung am Hasenbergweg, Fledermäuse, …

TOP 5: Berichte Schriftführer, Rechner, Kassenprüfer

TOP 6: Entlastung des Vorstandes

TOP 7: Neuwahl des Vorstandes

TOP 8: Planungen für 2019

TOP 9: Verschiedenes

Foto: Jan Drucktenhengst

Am Samstagmorgen laden wir Sie dazu ein, etwas für die Sauberkeit in unserem Ort zu tun. Wir treffen uns um 9 Uhr am Sportplatz zur alljährlichen Straßengrabenreinigung, bei der wir mit Ihrer Hilfe wieder alle Brandauer Ortsausgangsstraßen von achtlos weggeworfenem Müll befreien und damit unsere Umwelt sauber halten wollen. Kommen Sie – mit festem Schuhwerk – vorbei und packen Sie mit an!

(Jan Drucktenhengst)

Am Waldweg in Richtung Neunkirchen/Lützelbach hat unser Ehrenmitglied Jakob Allmann für uns jahrelang insgesamt fünf vereinseigene Schautafeln betreut, d.h. in erster Linie regelmäßig neu gestrichen und bei Schäden repariert oder reparieren lassen.

 

Nun suchen wir eine Nachfolge für Herrn Allmann – gerne auch ein mehrköpfiges Team, das die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Wenn Sie Interesse an einer solchen Patenschaft haben, sprechen Sie uns (Erste Vorsitzende: Gabi Pratz) persönlich an oder schicken Sie uns eine E-Mail an info@vogelschutz-brandau.de. Als Pate tragen Sie die Verantwortung für unsere Schautafeln, auf denen wir Spaziergänger auf unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam machen, bekommen aber auch gleichzeitig die Möglichkeit, einen Beitrag zum Bewusstsein über unsere Umwelt zu leisten und erhalten eine Widmung auf den Schautafeln. Auch abseits der Betreuung der Schautafeln gibt es indes immer wieder etwas zu tun in unserem Verein. Kommen Sie also gerne auch unabhängig von diesem Gesuch gerne auf unseren geschäftsführenden Vorstand zu. Er wird komplettiert von Uwe und Jan Drucktenhengst und Michael Schoeler.

(Jan Drucktenhengst)

Die kalte Jahreszeit ist die perfekte Gelegenheit, in Wald und Flur zu arbeiten, mal ein wenig aufzuräumen und den ein oder anderen Gehölzrückschnitt durchzuführen.

Auch wir von der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. (VNB) haben in den vergangenen Wochen einige Arbeiten an einem der beiden von uns betreuten Feuchtbiotope durchgeführt. Auf dem etwas mehr als 100 Meter langen von der VNB gepachteten Grundstück wurden hochwachsende Bäume entfernt sowie Reisighaufen als Unterschlupf für Feldhase, Zaunkönig & Co. aufgesetzt.

Außerdem danken wir der Gemeinde Modautal für ihre Unterstützung bei dem Vorhaben, den Tümpel am unteren Ende des Biotops wieder herzurichten. Hierfür wurde der oberirdische Abfluss von Regenwasser in das Feuchtbiotop verbessert.

(Jan Drucktenhengst)