Vor unseren Augen verborgen werden in diesen Wochen viele Rehkitze geboren. In der sogenannten Setzzeit werden die frisch geborenen Rehkitze in dichtem Gras oder hohen krautigen Flächen versteckt. Bei drohender Gefahr drücken sie sich dicht an den Boden und bleiben reglos liegen. Diese Instinkthandlung führt leider dazu, dass jedes Jahr Rehkitze dem Mähtod zum Opfer fallen.

Die Landwirte sind verantwortlich dafür, dass keine Wildtiere zu Schaden kommen, wenn sie ihre Wiesen mähen. Deshalb informieren sie vor dem Mähen die zuständigen Jäger, die dann die Wiesen abgehen und nach Rehkitzen suchen.

Wie in den vergangenen Jahren unterstützt die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau die zuständigen Jagdpächter dabei, in Brandau, Klein-Bierau und Webern die Wiesen nach Rehkitzen abzusuchen. Und genau dabei können Sie mithelfen!

Ob Vereinsmitglied oder nicht, melden Sie sich jetzt bei uns, wenn Sie bei der Rettung der Rehkitze mithelfen wollen. Wir informieren Sie dann, sobald eine Wiese zum Mähen ansteht und abgesucht werden soll.

Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe. Natürlich gelten auch bei der Rehkitzrettung die derzeit gültigen Abstandregeln. (Gabi Pratz)

AUFGRUND DER AKTUELLEN LAGE IN BEZUG AUF DIE CORONA-PANDEMIE WIRD DIESE VERANSTALTUNG VERSCHOBEN UND FRÜHSTENS IM SOMMER 2020 STATTFINDEN! Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. lädt alle Mitglieder und Interessierte sowie die Pressevertreter für Samstag, den 21. März 2020, um 19:30 Uhr ins Haus am Mühlberg zu ihrer Jahreshauptversammlung ein. Am selben Tag findet vormittags auch wieder unsere alljährliche Straßengrabenreinigung statt. Treffpunkt dafür ist um 9 Uhr am Sportplatz in Brandau. Es sollen wieder alle Ortsausgangsstrassen gesäubert werden. Es muss festes Schuhwerk mitgebracht werden. Anschließend ist wieder für eine kleine Stärkung bei Familie Drucktenhengst gesorgt.

Die Tagesordnung der JHV sieht wie folgt aus:

1. Begrüßung

2. Totenehrung

3. Wahl zweier Protokoll-Beurkunder

4. Bericht der Ersten Vorsitzenden

5. Tätigkeitsberichte (Schriftführer Jan Drucktenhengst, Rechner Uwe Drucktenhengst, Betreuer Winterfütterung Uwe Drucktenhengst, Betreuer Nistkästen Michael Schoeler, Bericht Fledermäuse Michael Schoeler, Bericht Kassenprüfer)

6. Entlastung des Vorstands

7. Pläne für 2020

8. Verschiedenes

(Jan Drucktenhengst)

Zu einem rund zweistündigen Rundgang durch die Gemarkung möchte die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. am Samstag, den 15. Februar 2020, alle Mitglieder sowie Freundinnen und Freunde des Vereins, aber auch anderweitig Interessierte, ganz herzlich einladen.

Foto: Jan Drucktenhengst

Obstbaumpflanzungen sowie die Pflege von Feuchtbiotopen und Heckenstreifen sind ein paar der Beispiele, an denen die Arbeit unseres Vereins sichtbar werden wird. Treffpunkt für die Wanderung ist um 13 Uhr auf dem Friedhofparkplatz. Im Anschluss an die Wanderung lädt die Vogel- und Naturschutzgruppe zu Kaffe und Kuchen bei Familie Drucktenhengst ein. 

(Jan Drucktenhengst)

Die Tage werden langsam aber sicher wieder kälter und die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. beginnt mit ihrer alljährlichen Winterfütterung an ihren vielen Futterstellen in der Brandauer Gemarkung.

Amsel und Star bei der Winterfütterung (Foto: Gabi Pratz)

Außerdem können Sie sich ab sofort auch wieder Vogelfutter für Ihre Futterstelle im eigenen Garten bei uns abholen. Bitte bringen Sie hierfür ein eigenes Gefäß mit, dass Sie bei uns befüllen können. Jeden Samstag zwischen 10 und 12 Uhr bieten wir Ihnen an, bei Familie Drucktenhengst in der Odenwaldstraße 71 vorbeizukommen und sich mit gemischtem Körnerfutter einzudecken. Eine kleine Spende, damit wir unsere Kosten decken können, ist sehr willkommen. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, in der die heimische Vogelwelt besonders große Schwierigkeiten hat, ein ausreichendes Nahrungsangebot in der freien Natur zu finden, ist es enorm wichtig, die Standvögel, die unsere mitteleuropäischen Gefilde im Winter nicht gen Süden verlassen, mit ausreichend Energie zu versorgen. Aber auch bis ins Frühjahr hinein können die Vögel eine zusätzliche, einfach zu erreichende Nahrungsquelle gut gebrauchen. Einige Experten empfehlen daher mittlerweile eine ganzjährige Fütterung, da heute gerade auch in den ländlichen Gebieten angesichts einer immer weniger umweltfreundlichen Landwirtschaft das Nahrungsangebot für heimische Vögel weiter zurückgeht. Unsere Futterausgabe werden wir in diesem Jahr wieder anbieten, bis die Witterung wärmer wird. Eine Fütterung ist grundsätzlich auch ganzjährig zu empfehlen, allerdings besonders in der kalten Jahreszeit unabdingbar.

Und was gibt es Schöneres, als Amsel, Kohlmeise, Grünfink & Co. aus unmittelbarer Nähe direkt an der Futterstelle im eigenen Garten beobachten zu können? Beachten sollten Sie bei der Wahl des Standortes für Ihre Futterstelle lediglich, dass diese vor Katzen sicher, d.h. mit einem guten Rundumblick in alle Richtungen ausgestattet ist. Dann steht Ihrer eigenen kleinen Futterstelle nichts mehr im Wege!

(Jan Drucktenhengst)

Die Fledermauswanderung der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau am Kerbfreitag, den 6. September 2019, stieß auf großen Zuspruch von Interessierten aus der Brandauer Bevölkerung. 15 Teilnehmer konnte unser Zweiter Vorsitzender Michael Schoeler zu der kleinen, rund zweistündigen Wanderung unter seiner Führung begrüßen.

Foto: Uwe Drucktenhengst

Über ein Spezialgerät, das Fledermausrufe sicht- und hörbar macht, konnten vor allem viele Zwergfledermäuse identifiziert werden. Insgesamt sind an jenem Freitag in Brandau zahlreiche Fledermäuse aktiv gewesen, die Wanderung war also sehr abwechslungsreich. Im Verlauf des Abends konnte die Gruppe auch einen Waldkauz hören und später sogar einen Blick auf ihn erhaschen. 

Angesichts des großen Interesses wird die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau eine solche Tour sicher schon bald wiederholen.

(Jan Drucktenhengst)

Eine Exkursion der besonderen Art bietet die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau allen Interessierten am Freitag, den 6. September an: Um 19:30 Uhr wollen wir am Schützenhaus aufbrechen, um die Tiere der Nacht zu beobachten. 

Unser besonderes Augenmerk richten wir bei dieser Wanderung auf die Fledermäuse. Mit speziellen Detektoren wollen wir die Fledermäuse aufspüren. Dabei lernen wir, wie diese Tiere leben, worin ihre Nahrung besteht und wie sie auch in Dunkelheit ihre Beute finden. Außerdem werden mit einem Spezialgerät ihre Rufe hör- und in Form von Wellenlinien sichtbar gemacht. Denken Sie bitte an dem Wetter angemessene Kleidung, festes Schuhwerk und – falls vorhanden – Taschenlampen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos. 

Wann? 6. September, 19:30 Uhr 

Wo? Treffpunkt Schützenhaus Brandau 

Dauer: ca. 2 Stunden 

Bei Regenwetter findet die Exkursion NICHT statt, da die Fledermäuse in diesem Fall nicht fliegen. 

(Jan Drucktenhengst)

Mit einem Trick haben die Freiwilligen der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. am vergangenen Dienstag, den 4. Juli, den Versuch unternommen, die in Brandau seit einigen Jahren regelmäßig präsenten Weißstörche dazu zu bewegen, sich hier dauerhaft anzusiedeln. Mit Hilfe der Feuerwehr Ober-Ramstadt wurde das vor nun schon fast vier Jahren am Lindenhof aufgestellte Storchennest am Lindenhof mit mehr Ästen bestückt und mit weißer Farbe bespritzt. Das soll einen möglicherweise interessierten Storch anlocken und den Eindruck erwecken, dass das Nest bereits einmal belegt war.

Schon seit einigen Jahren streifen immer wieder bis zu zehn Störche durch die frisch gemähten Brandauer Wiesen. Es handelt sich vermutlich um in der Bergstraße heimische Tiere, die sich hier zusätzliche Futterquellen erschließen. Leider waren bisher noch keine Störche bereits zu Jahresbeginn in Brandau anzutreffen. Dann wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie andernorts noch kein Nest belegt haben und sich hier bei uns ansiedeln.

Die Feuerwehr ist am Dienstag mit einem großen Leiterwagen angerückt, um unser Vorhaben zu unterstützen. Ein besonderes Dankeschön gilt daher Michael Kraft, dem Wehrführer aus Ernsthofen, der für die Stadt Ober-Ramstadt arbeitet.

Foto: Uwe Drucktenhengst

Auch wenn der Zwerg häufig fast alle anderen Waldbewohner übertönt, hörten die 15 Interessierten, die am vorvergangenen Sonntag um 7 Uhr früh an der Vogelstimmenwanderung der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. teilgenommen haben, nicht nur den Zaunkönig, sondern auch zahlreiche andere heimische Singvögel. Unter der fachkundigen Leitung von Michael Schoeler starteten die Fühaufsteher am Schützenhaus ihre Tour, die unser Zweiter Vorsitzender auch immer wieder durch Vogelstimmen und Fotoporträts von seinem Tablet bereicherte.

Foto: Jan Drucktenhengst

Eines der Highlights der rund anderthalbstündigen Wanderung war ein Kleiber, den die Gruppe direkt vor seiner Nisthöhle, dem Astloch einer alten Buche, beobachten konnte. Wir freuen uns über die rege Beteiligung an der Vogelstimmenwanderung und das offenbar vorhandene Interesse an unserer heimischen Vogelwelt. Ganz besonders haben wir uns über den Besuch unserer Freunde vom Verschönerungsverein Allersthofen-Hoxhohl gefreut, die die Vogelgruppe ihres Vereins wiederbeleben möchten.

Auch bei der Fledermausexkursion am vergangenen Freitagabend waren einige Interessierte vor Ort. Ausgangspunkt war ebenfalls das Schützenhaus. Dank zweier Spezialgeräte konnten die Interessierten nicht nur die heimischen Fledermäuse sehen, sondern auch echte Fledermausrufe hören. Hierzu wandelten die Geräte die hochfrequenten Töne in fürs menschliche Gehör wahrnehmbare Knacklaute um. Bei der Wanderung konnte indes aufgrund der niedrigen Temperaturen leider nur eine einzige Fledermausart ausgemacht werden. Neben der Zwergfledermaus sind bei uns unter anderem der Kleine und sogar der Große Abendsegler, der eine Flügelspannweite von bis zu 35 Zentimetern erreicht und mit bis zu 70 Sachen durch die Nacht jagt, heimisch. Auch die Fledermausexkursion erfreute sich großen Interesses, auch an ihr nahmen mehr als ein Dutzend Interessierte teil. Die VNB will in den kommenden Monaten und Jahren weitere Veranstaltungen zu den beeindruckenden Flugsäugern anbieten und eventuell auch erste Fledermauskästen aufhängen und betreuen, unter anderem ist eine Veranstaltung mit dem Fledermausschutz Südhessen geplant – bleiben Sie auf dem Laufenden!

(Jan Drucktenhengst)

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. wird in den kommendem Tagen gleich zwei interessante Veranstaltungen anbieten. Auf einer Fledermausexkursion, die am Freitag, den 3. Mai um 19 Uhr am Schützenhaus starten wird, erkunden wir die Welt der heimischen Fledrmäuse – unter anderem mit einem Detektoren, mit dem wir ihre Rufe im Ultraschallbereich hörbar machen können. Außerdem wird am 28. April um 7 Uhr früh eine Vogelstimmenwanderung stattfinden. Der Treffpunkt hierfür ist ebenfalls das Schützenhaus in Brandau.

Erkunden Sie mit und die heimische Vogelwelt – von einem der kleinsten, aber kaum überhörbaren Singvögel, dem Zaunkönig, bis hin zu Kolkrabe, Schwarzspecht & Co. haben unsere Wälder eine große Vogelvielfalt zu bieten. Kommen Sie also vorbei, es lohnt sich! Wir freuen uns auf Sie!

(Jan Drucktenhengst)

Die Betreuung unserer Nistkästen nehmen immer einen großen Teil der Vereinsarbeit ein. Unser Zweiter Vorsitzender Michael Schoeler übernimmt diese Aufgabe dankenswerterweise gemeinsam mit Thomas Langer.

Eine von ihm aufgestellte Übersicht über die aktuelle Belegung der Nistkästen, die auch auf unserer Jahreshauptversammlung vorgestellt wurde, finden Sie hier:

Die Meisen, allen voran ihr häufigster Vertreter, die Kohlmeise, nehmen den größten Raum in der Statistik ein. Aber auch Feldsperling und Kleiber sind stark vertreten. Der Wasseramsel-Kasten ist in diesem Jahr nicht belegt. Die Schwammspinner scheinen in diesem Jahr ein verbreitetes Phänomen zu sein.