Archives for category: Heimische Tierarten

In den vergangenen Wochen konnten in Brandau wieder zwei Weißstörche beobachtet werden. Die beiden – vermutlich Jungstörche aus dem vergangenen Jahr – verweilten dabei sogar eine Zeit lang auf den Wiesen in der Nähe eines der im vergangenen Jahr aufgestellten Storchennester.

Die Geschichte rund um die Störche in Brandau geht weiter. Im vergangenen Jahr waren seit langer Zeit erstmals wieder vermehrt Störche rund um Brandau gesehen worden. Daraufhin hat die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. alles daran gesetzt, den prächtigen Vogel dauerhaft auch in Brandau wieder heimisch zu machen. Im Herbst wurden zwei Storchennester aufgestellt, und nun zeigten sich zwei Exemplare ganz in der Nähe eines dieser Nester. Am Himmel über Brandau konnten interessierte Beobachter sie bereits seit einiger Zeit sehen, in der vorletzten Woche gelang dann das obige Bild.

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. hofft nun, dass die Störche die gebotene Nistgelegenheit möglichst bald annehmen. Vor dem kommenden Jahr ist eine Ansiedlung in Brandau aber freilich sehr unwahrscheinlich, da die gesichteten Vögel vermutlich Jungtiere aus dem vergangenen Jahr sind. Die Altstörche haben zu dieser Jahreszeit bereits ein Nest bezogen und mit der Familienplanung begonnen.

Wir halten Sie natürlich weiter auf dem Laufenden, was die Weißstörche in Brandau angeht und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende!

P.S.: Nicht vergessen: Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. veranstaltet in diesem Jahr seit langem einmal wieder einen Vereinsausflug! Anmeldungen für Kanu- oder Bootstour inklusive Stadtführung in Limburg an der Lahn ab sofort an www.info@vogelschutz-brandau.de oder unter 06254-38155!

Ein herzlicher Dank an alle Helfer, die bei den bisherigen Einsätzen zur Rehkitzrettung in Brandau, Webern und Klein-Bieberau geholfen haben. So war auch heute ab 9 Uhr wieder eine kleine Gruppe unterwegs und hat zwei Wiesen beim Tennisplatz in Brandau nach Rehkitzen abgesucht.

Rehkitze wurden keine gefunden, aber eine Eidechse haben wir an ein sonniges Plätzchen etwas außerhalb der Wiese gesetzt und somit vor dem Mähtod bewahrt. Gegen 10:30 Uhr war der heutige Einsatz beendet und alle Helfer gingen trotz triefendnasser Hosenbeine, Socken und Schuhe fröhlich nach Hause. Bis zum nächsten Mal …

Nächster Termin für die Rehkitzrettung …

Donnerstag, 26. Mai (Fronleichnam), 9 Uhr, Treffpunkt am Tennisplatz in Brandau

Nächster Termin für die Rehkitzrettung …

Freitag, 20. Mai, 9 Uhr, Treffpunkt am Waldrand Neunkircher Weg in Brandau

Dieses Jahr unterstützen wir auch die Suche in Webern und Klein-Bieberau …

Nächster Termin: Mittwoch, 18. Mai, 14 Uhr. Treffpunkt Johannisbachstraße in Webern

Nachtrag: Wir haben heute zwei Kitze auf der Wiese gefunden und somit vor dem Mähtod gerettet. Danke an alle Helfer!

Helfen Sie mit?

Der Frühling begeistert uns und schon sind hier und da die ersten  Vogeljungen im Garten zu sehen. Vor unseren Augen verborgen werden in den nächsten Wochen auch wieder viele Rehkitze geboren. Ab Ende Mai ist die sogenannte Setzzeit und die frisch geborenen Rehkitze werden in dichtem Gras oder hohen krautigen Flächen versteckt. Bei drohender Gefahr drücken sie sich dicht an den Boden und bleiben reglos liegen. Diese Instinkthandlung führt leider dazu, dass jedes Jahr Rehkitze dem Mähtod zum Opfer fallen.

Die Landwirte sind verantwortlich dafür, dass keine Wildtiere zu Schaden kommen, wenn sie ihre Wiesen mähen. Deshalb informieren sie vor dem Mähen die zuständigen Jäger, die dann die Wiesen abgehen und nach Rehkitzen suchen.

Wie in den vergangenen Jahren unterstützt die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau die zuständigen Jagdpächter dabei, die Wiesen nach Rehkitzen abzusuchen. Und genau dabei können Sie mithelfen!

Ob Vereinsmitglied oder nicht, melden Sie sich bei uns mit Namen und Telefonnummer oder E-Mail Adresse, wenn Sie bei der Rettung der Rehkitze mithelfen wollen. Wir informieren Sie dann, sobald eine Wiese zum Mähen ansteht und abgesucht werden soll. Melden Sie sich jetzt bei der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau (hier bekommen Sie auch nähere Informationen)

Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe und sind gespannt, wie viele Rehkitze wir dieses Jahr vor dem Mähtod retten können. (Gabi Pratz)

Viele unserer heimischen Singvögel waren in den vergangenen Wochen bereits in Frühlingsstimmung, doch die scheint seit dem Wochenende ein wenig verflogen. Acht Interessierte haben am vergangenen Sonntagmorgen bei einer Vogelstimmenwanderung der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. aber der Kälte getrotzt und konnten dennoch einige Singvögel hören und beobachten.

Unter der fachkundigen Leitung des Zweiten Vorsitzenden Michael Schoeler, der auch die Nistkästen unseres Vereins betreut, konnten Interessierte am vergangenen Sonntag, den 23.04.2016 auf einer Frühwanderung die Vogelwelt rund um Brandau erkunden. Beginn der Rundtour war um 7 Uhr am Schützenhaus, gegen 9 Uhr kam man wieder am Ausgangspunkt an. Trotz der kalten Temperaturen und der frühen Uhrzeit fanden sich acht Naturbegeisterte am Schützenhaus ein.

Im Laufe der knapp zweistündigen Wanderung bekamen die Anwesenden zahlreiche heimische Singvögel, darunter bekanntere Sänger wie Buchfink und Blaumeise, aber auch unbekanntere Vertreter wie die Mönchsgrasmücke zu hören. Begleitet wurde die Frühwanderung von Informationen zu Charakteristika der zu hörenden Vögel und einigen weiteren Erläuterungen von Michael Schoeler. Außerdem konnten wieder einige der Tiere durch Abspielen ihres Gesangs von einem Tablet angelockt werden, um sie noch besser beobachten zu können.

Einige der zu hörenden Vögel, allen voran der Zaunkönig, zeigten dabei, dass ihnen die Kälte nicht viel ausmacht. Wie die acht Teilnehmer der Wanderung zu berichten wissen, singt der Zaunkönig als einer der unempfindlichsten Vögel auch bei Minustemperaturen am frühen Morgen bereits ziemlich laut.

Alles in allem war die Wanderung also wieder ein schönes Erlebnis für alle Anwesenden, das gleichzeitig Freude bereitete und einen Wissenszuwachs über unsere heimische Vogelwelt garantierte. (Jan Drucktenhengst)

Auch dieses Jahr gibt die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. über die Wintermonate wieder Vogelfutter aus. Gegen eine Spende können die Brandauer Bürger diesen Service gerne in Anspruch nehmen und Futter für die Wildvögel in ihrem Garten über den Verein bekommen.

Mit der Fütterung helfen Sie nicht nur unseren heimischen Vögeln gut über den Winter zu kommen, Sie machen sich auch selbst eine Freude: Vögel lassen sich im eigenen Garten am Einfachsten an einer Futterstelle beobachten.

Abholen können Sie das Wildvogelfutter jeweils samstags zwischen 10°° und 12°° Uhr. Bringen Sie bitte unbedingt Gefäße mit, in die das Futter abgefüllt werden kann. Details erfragen Sie bitte per Mail unter info@vogelschutz-brandau.de.

Die Vogel- und Naturschutzgruppe betreut auch dieses Jahr wieder mehrere große Futtersilos rund um Brandau. Rund 1000kg Vogelfutter werden dort jedes Jahr verfüttert. Ihre Spende hilft uns, das Futter für die Wildvögel zu finanzieren. Herzlichen Dank! (Gabi Pratz)

 

Auch der zweite Mast samt Storchennest in Brandau steht jetzt – Nun beginnt das Warten …

Im zweiten Anlauf hat es dann geklappt, die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. konnte am Dienstag, den 24. November, auch das zweite der beiden Storchennester aufstellen. Karl Drucktenhengst, Vorsitzender des Vereins, ist zuversichtlich: „Die Standorte der Nester sind denke ich optimal gewählt und alles ist vorbereitet für einen Besuch der Störche in den nächsten Jahren.“ Doch garantiert ist natürlich nichts. „Sicher kann es auch einige Jahre dauern, bis die Störche die Nistgelegenheiten annehmen. Oder sie kommen gar nicht.“

Nachdem die Vogel- und Naturschutzgruppe in den Wochen zuvor alles vorbereitet und die Storchennester hergerichtet hatte, nahm man mit Hilfe des Energieversorgers HSE zunächst am Montag, den 23. November, das Aufstellen der Masten samt Nestkörben in Angriff. Mithilfe eines LKWs mit Kran wollte man die Masten in die zuvor ausgehobenen Löcher einsetzen. Das erste Nest wurde am Lindenhof an der L3099 in Richtung Hoxhohl aufgestellt, in kürzester Zeit und ohne Probleme. Das zweite sollte anschließend auf der Wiese hinter dem Hofladen der Familie Hartmann platziert werden.

Im Beisein von Bürgermeister Jörg Lautenschläger, Martina Bauer von der Sparkasse Darmstadt, einem Journalisten des Darmstädter Echo sowie zwei Vertretern der HSE begann man mit den Arbeiten, die jedoch bald ins Stocken gerieten. Der Regen der Tage zuvor machte den Storchenfreunden hier einen Strich durch die Rechnung. Durch den aufgeweichten Boden gab es für den LKW mit Kran, der die Masten aufstellen sollte, schon früh kein Durchkommen mehr. Er musste mit zwei Timberjack-Fahrzeugen von Walter Nicklas aus Lützelbach aus dem morastigen Boden befreit werden. Im zweiten Anlauf konnte aber schon tags darauf auch der zweite Mast auf der nassen Wiese aufgestellt werden, wieder dank der Hilfe von Walter Nicklas, der erneut sehr spontan und unkompliziert mit einem speziellen Fahrzeug zur Stelle war.

Alle Beteiligten hoffen jetzt natürlich, dass die Störche in einem der nächsten Sommer die Nester beziehen. Beide Standorte sind bewusst so gewählt, dass sie nahe bei von Störchen zur Nahrungssuche bevorzugten Feuchtgebieten liegen, und gleichzeitig ganz in der Nähe von menschlichem Treiben stehen, so wie es der Kulturfolger Storch gewohnt ist.

Ein Dank geht an alle Helfer und an der Aktion Beteiligten, zudem an Björn Häußer aus Brandau, der mit dem Schweißen der Nester beauftragt wurde, der HSE für das unentgeltliche Bereitstellen und Aufstellen der Masten, Walter Nicklas für die schnelle Hilfe sowie zu guter Letzt der Sparkasse Darmstadt für ihre großzügige Spende, um die aufkommenden Materialkosten zu decken. Auch Peter Eckel aus Beedenkirchen, der das Bohren der Löcher vornahm, sowie den Grundstückseigentümern Dennis Hartmann und Nicole Schellhaas / Tobias Gronert möchten wir hiermit noch einmal unseren Dank aussprechen.

Jetzt heißt es also Warten und Hoffen, dass vielleicht schon im nächsten Jahr die anmutigen Vögel eines der Nester beziehen und dauerhaft bei uns ansässig werden. Es wäre eine große Bereicherung. (Jan Drucktenhengst)

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. hat heute das erste der zwei geplanten Storchennester in Brandau am Lindenhof aufstellen können. Zusammen mit drei Arbeitern der HSE begann man zunächst, die Nestkörbe auf die Masten zu montieren, bevor diese dann in die bereits zuvor gebohrten Löcher eingelassen werden sollten. Am Lindenhof gelang dies ohne Probleme, bereits nach einer knappen Stunde war die Arbeit getan und alle fuhren zusammen zum nächsten geplanten Standort.

Im Beisein von Bürgermeister Jörg Lautenschläger, Martina Bauer von der Sparkasse Darmstadt, zwei Vertretern der HSE und einem des Darmstädter Echo sowie einigen interessierten Modautaler Bürgern sollte nun der zweite Mast auf einer Wiese hinter dem Hoflädchen der Familie Hartmann aufgestellt werden. Der durch den ergiebigen Regen der vergangenen Tage stark aufgeweichte Boden bereitete dort aber Probleme.

Der LKW mit Kran, der den Mast aufstellen sollte, konnte sich trotz Allradantrieb nicht mehr selbstständig aus dem morastigen Untergrund befreien, und das noch bevor er überhaupt das Bohrloch, in das der Mast eingelassen werden sollte, erreicht hatte. So war man gezwungen, die Aufstellung des zweiten Mastes bis auf Weiteres zu verschieben. Nur durch die Hilfe von Walter Nicklas aus Lützelbach, der mit zwei Timberjack-Fahrzeugen auffuhr, konnte man den LKW nach einiger Zeit aus dem Schlamm herausziehen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich bei Herrn Nicklas.

Wann und wie nun das zweite geplante Storchennest aufgestellt wird, ist noch offen. Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. wird Sie weiter informieren. (Artikel und letztes Foto: Jan Drucktenhengst | Fotos: Michael Schoeler)

Nachtrag: Am 24. November konnte dann auch das zweite Storchennest aufgestellt werden. Herzlichen Dank an alle Helfer.