Radkappen zählen noch zu den Gegenständen, bei denen es mehr oder weniger entschuldbar ist, wenn man sie im Straßengraben findet. Bei Gummibärchen-Tüten hört der Spaß jedoch auf, und wenn man die siebte Schnapsflasche seit dem letzten Leitpfosten im Graben einer der vier Brandauer Ortsausgangsstraßen findet, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau hat am vergangenen Samstagmorgen pünktlich zum Start ins Osterwochenende die Landstraßen zwischen Brandau und den umliegenden Ortschaften wieder von achtlos weggeworfenem Müll befreit. Es kamen in diesem Jahr elf Sack Müll zusammen, und die insgesamt neun Helfer bei der Straßengrabenreinigung waren wieder erstaunt über die Ignoranz so manches Bürgers. Auch diverse Müllablagerungen an den verschiedensten Stellen der Gemarkung zeigen jedoch immer wieder, wie unvernünftig einige unserer Mitmenschen im Umgang mit unserer Natur handeln.

Im Rahmen der Aktion wurde von uns auch ein Schild am Ortsausgang in Richtung Beedenkirchen aufgestellt. „Warum?“ ist darauf zu lesen, und mit Schnüren sind daran diverse gefundene Gegenstände aufgehängt. Es soll darauf hinweisen, wie unsinnig es ist, seinen Müll einfach in der Natur zu entsorgen und Bürger für das Thema sensibilisieren.

Wir bedanken uns bei allen fleißigen Helfern bei der Aktion sowie der Gemeinde Modautal, die uns wieder ihr Fahrzeug zur Verfügung gestellt hat und sich um die Entsorgung des gesammelten Mülls kümmerte. Außerdem gilt ein Dank an alle Bürger, die ihren Müll im vergangenen Jahr wieder ordnungsgemäß entsorgt und nicht einfach in die Natur geworfen haben.

(Jan Drucktenhengst)

 

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. lädt alle Mitglieder und Freunde des Vereins herzlich zur diesjährigen Jahreshauptversammlung am Samstag, den 14. April 2018 um 19:30 Uhr im Haus am Mühlberg ein. Auch neue Gesichter sind natürlich willkommen – unser Verein ist immer auf der Suche nach naturverbundenen Bürgern aus Brandau und der näheren Umgebung. Fühlen Sie sich daher ermutigt, einfach mal vorbeizukommen, der Vorstand um Vereinsvorsitzende Gabi Pratz freut sich über alle interessierten Gäste. Die Jahreshauptversammlung ist eine von vielen Gelegenheiten, sich über unsere Aktivitäten zu informieren und einen Eindruck von unserem Verein zu bekommen.

Auf der Tagesordnung stehen im diesen Jahr:

1. Begrüßung

2. Totenehrung

3. Wahl zweier Protokoll-Beurkunder

4. Tätigkeitsberichte:

– Vorsitzender

– Rechner

– Schriftführer

– Betreuer Nistkästen

– Betreuer Winterfütterung

– Pflanzaktion am Hasenberg

– Entlastung des Vorstandes

– Neuwahl der Kassenprüfer

– Pläne für 2018

– Verschiedenes

Unter den Punkt Verschiedenes fallen in diesem Jahr unter anderem die Themen Fledermäuse in Brandau sowie Landwirtschaft und Wasser, aber kommen Sie doch einfach vorbei und sehen Sie selbst!

(Jan Drucktenhengst)

Für Fragen zur anstehenden JHV oder anderen Themen rund um unseren Verein stehen Ihnen Jan und Uwe Drucktenhengst unter 06254 38155 zur Verfügung. Schreiben Sie alternativ auch gerne eine E-Mail an info@vogelschutz-brandau.de

Müll gehört in den Mülleimer: Das weiß doch jedes Kind! – scheinbar nicht, denn Jahr für Jahr werden bei uns viele Tonnen Müll nicht etwa fachgerecht entsorgt, sondern sie landen stattdessen einfach im Straßengraben. Achtlos weggeworfenem Müll ist die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. am Samstag, den 31.03.2018, wieder auf der Spur. Bei ihrer alljährlichen Straßengrabenreinigung sind alle Bürger eingeladen, die Brandauer Ortsausgangsstraßen von Weggeworfenem zu befreien, das hier in der Natur ganz und gar Fehl am Platze ist.

Helfen Sie mit, damit wir hoffentlich wieder die Gräben an allen Ortseingangsstraßen durchkämmen können. Festes Schuhwerk oder Gummistiefel sollten mitgebracht werden, alle anderen Ausrüstungsgegenstände werden gestellt. Auch für eine kleine Stärkung nach getaner Arbeit ist gesorgt. Meist gibt es dabei für Jung und Alt dann auch allerhand zu berichten über im Straßengraben gefundene Kuriositäten.

Treffpunkt für die Aktion ist an besagtem Samstagmorgen um 9 Uhr am Sportplatz in Brandau. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

(Jan Drucktenhengst)

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. wünscht Ihnen mit dem letzten Artikel des Jahres ein frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr!

Doch zum Endspurt vor den Feiertagen stellen wir Ihnen statt irgendwelcher Weihnachtstrends ein paar Probleme des klassischen Weihnachtsbaums vor: Warum wir die Nordmanntanne aus dem Sauerland lieber gegen eine Odenwälder Fichte eintauschen sollten und worauf wir bei der Dekoration achten können.

Wenn es um den Weihnachtsbaum geht, verstehen Viele keinen Spaß. Besonders der heilige Gral Nordmanntanne scheint den Deutschen mitunter wichtiger als das Fest selbst zu sein. Die aus dem Kaukasus stammende Baumart ist noch immer unangefochten die Nummer eins bei den bundesweiten Verkäufen in der Vorweihnachtszeit und macht etwa vier Fünftel des Absatzes in Deutschland aus (Für ausführlichere Informationen siehe die Rubrik „Waldwissen“ > „Weihnachtsbaum“ auf der Homepage der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – http://www.sdw.de/waldwissen/weihnachtsbaum/weihnachtsbaum.html).

Doch warum nicht statt einer ortsfremden Art aus Nordamerika, die in riesigen landwirtschaftlichen Monokulturen zum Beispiel im Sauerland angebaut wird, zur Fichte aus dem Odenwald greifen?

In den großen Anbaubetrieben für den Massenmarkt wird nämlich häufig Spezialdünger für eine besonders glänzende Oberfläche der Nadeln eingesetzt, die Herkunftsgebiete der im Einzelhandel erhältlichen Exemplare sind meist Feindland für Vögel und Insekten und weisen eine geringe Artenvielfalt auf. Es handelt sich um intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen, in denen standardmäßig viel Chemie eingesetzt wird. Außerdem stammen die Samen für Nordmanntannen meist aus georgischen Erntegebieten mit gefährlichen Arbeitsbedingungen. Ökologischere Alternativen hierzu gibt es hier in unserer Region trotz einiger bundesweiter Fördermaßnahmen und Initiativen bisher leider noch keine, lediglich bei einigen tegut-Märkten können Sie zu Bio-Nordmanntannen mit fair gehandeltem Samen greifen.

Es gibt Alternativen!

Es gibt aber auch noch alternative Wege zum Weihnachten im eigenen Wohnzimmer – mit Baum, aber ohne schlechtes Gewissen. Eine heimische Kiefer oder Fichte hingegen kann man nämlich – zum Beispiel bei den Forstämtern in Michelstadt (Abholort: Bad König), Darmstadt (-Kranichstein) oder Lampertheim (beste Auswahl) – direkt vor Ort abholen und sogar oft selbst ernten, wenn man möchte. Immerhin knapp ein Drittel der Deutschen tun genau dies erfreulicherweise bereits und sparen so nebenbei die Energie für den Transport aus fernen Anbaugebieten ein. Statt also im nächstbesten Supermarkt oder Baumarkt zum Klassiker zu greifen, empfehlen wir ein wenig Courage und zumindest den Gang zum Forstamt, um heimische Forstbetriebe zu unterstützen und die Schäden des eigenen Weihnachtsfests für die Tier- und Pflanzenwelt in Grenzen zu halten.
Eine weitere Alternative, trendige Bäume aus Plastik, die mittlerweile leider ebenfalls recht beliebt sind, sind dagegen gar nicht empfehlenswert. Die Ökobilanz fällt hier durch den aufwendigen Herstellungsprozess meist noch deutlich schlechter aus, als sie bei echten geschlagenen Bäumen jemals sein kann. Den etwas anderen Weihnachtsbaum, bei dem man z.B. aus Holzbrettern ein kreatives Kunstwerk gestalten kann, schlägt allerdings keine der Alternativen, denn er kann im nächsten Jahr sogar wiederverwendet werden und nadelt zudem überhaupt nicht.

Nicht nur beim Baum gibt es Nachholbedarf, beim Weihnachtsschmuck lässt sich ebenfalls noch Vieles verbessern: Insbesondere beim Lametta gibt es hierzulande große Entsorgungsprobleme, auch unsere modernen Abfallanlagen bekommen mit den glitzernden Fäden aus Stanniol oft ihre Probleme. Wer stattdessen also auf Strohsterne oder Äpfel und Lebkuchen zurückgreift, schont nicht nur die Umwelt, sondern kann auch nach den Weihnachtstagen vom eigenen Christbaum naschen.

Einen letzten Tipp für die Pflege des einmal gekauften Weihnachtsbaums haben wir zum Abschluss auch noch für Sie: Um das Nadeln der Bäume zu verhindern, sollte dieser immer ausreichend gegossen werden – Zuckerlösung ist hier das Geheimrezept und versorgt den Baum auch im Wohnzimmer noch mit Nährstoffen. Auch sollte man darauf achten, dass man den Baum nicht zu nah an einen Heizkörper stellt, damit er möglichst lange frisch bleibt. Dann kann ein versöhnliches Weihnachtsfest beginnen!

(Jan Drucktenhengst)

Die Aktion „Rehkitzrettung“ ist in vollem Gange und es werden noch Helfer für Modautal gesucht. 

Die Rehkitze werden in dichtem Gras und hohen krautigen Flächen geboren und drücken sich bei drohender Gefahr dicht an den Boden. Das führt leider dazu, dass jedes Jahr zahlreiche Rehkitze dem Mähtod zum Opfer fallen. Aus diesem Grund unterstützt die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau die zuständigen Jagdpächter dabei, die Wiesen nach Rehkitzen abzusuchen. Die Aktion „Rehkitzrettung“ in Modautal breitet sich aus und wir suchen weitere Helfer.

Ob Vereinsmitglied oder nicht, melden Sie sich bei uns mit Namen und Telefonnummer oder E-Mail Adresse, wenn Sie bei der Rettung der Rehkitze mithelfen wollen. Wir informieren Sie dann, sobald eine Wiese zum Mähen ansteht und abgesucht werden soll. Melden Sie sich jetzt bei der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau, hier bekommen Sie auch nähere Informationen. (Gabi Pratz)

Für die Rehkitzsuche werden Helfer gesucht:
Morgen, Samstag 10.6.2017 in Brandau.
Treffen 9:30 Uhr bei den Aussiedlerhöfen Richtung Hoxhohl, am letzten Feldweg links.
 
Es werden morgen auch noch Helfer gebraucht:
9:00 Uhr, Klein-Bieberau
Dorfgemeinschaftshaus
Am Bangert 2, 64397 Modautal – Klein-Bieberau
Bitte wer kann mit Tag/Ort/Uhrzeit zusagen an: info@vogelschutz-brandau.de. Danke 🙂
Wer morgen nicht kann, aber gerne grundsätzlich bei der Rehkitzrettung mitmachen will, kann sich auch gerne melden unter info@vogelschutz-brandau.de. (Gabi Pratz)

Bei reichlich Flugverkehr fand bei den Brandauer Vogelschützern am vergangenen Sonntag wieder die alljährliche Vogelstimmenwanderung statt – acht Bürger sahen und hörten zahlreiche Vögel, zum Schluss wurde ein Fledermausdetektor vorgestellt

Am Sonntag, den 28.05.2017, führte die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. wieder ihre inzwischen traditionelle Frühwanderung durch. Die acht interessierten Teilnehmer trafen sich um 6:30 Uhr in der Frühe am Schützenhaus, um den Stimmen unserer heimischen Singvögel zu lauschen und den ein oder anderen Frühaufsteher auch zu Gesicht zu bekommen. Dabei führte Michael Schoeler mit einigen interessanten Informationen in die Vogelwelt ein und zeigte immer wieder Bilder und die zugehörigen Gesänge über sein Tablet. Doch auch ihre echten Abbilder zeigten sich an diesem frühen Sonntagmorgen zuhauf. In den frühen, an diesem heißen Sonntag noch erträglichen Morgenstunden, bekamen die Anwesenden von Amsel über Buchfink und Rotkehlchen bis Zilpzalp und dem kleinen, aber stimmgewaltigen Zaunkönig allerhand zu sehen, aber eben auch zu Ohren. Und so konnte der Eine oder die Andere bei diesem schönen Waldspaziergang rund um die „Villa Rosenbusch“ auch ein wenig lernen und der Fauna in Brandau so wieder etwas näherkommen.

Zum Schluss gab es für die Anwesenden noch ein besonderes Highlight: Michael Schoeler stellte seinen Fledermausdetektor vor, den er in der vorangegangenen Nacht in der Nähe des Schützenhauses aufgehängt hatte. Die Teilnehmer der Frühwanderung konnten die hörbar gemachten Laute der Fledermäuse so selbst hören und die beiden häufigsten bei uns heimischen Arten identifizieren – neben der Zwergfledermaus ist das vor allem der Abendsegler.

So startete man also gut in den Sonntag und konnte im Anschluss die volle Kraft der Sonne dieses sehr heißen Tages genießen.

(Jan Drucktenhengst)

…hört mehr! Mit der Frühwanderung bietet die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. am nächsten Sonntag, den 28.05.2016, wieder eine interessante Tour durch die vielseitige Welt unserer heimischen Singvögel an. Um 6:30 Uhr geht es los, vom Schützenhaus wandern wir unter der Leitung unseres Zweiten Vorsitzenden Michael Schoeler durch die Wälder rund um Brandau und erhalten wie immer ein paar interessante Einblicke in die überhaupt nicht einfältige Welt der Vogelgesänge. Alle Bürger sind hierzu natürlich herzlich eingeladen. Mit ein wenig Glück bekommen wir in den nun doch schon recht milden Morgenstunden vielleicht auch den ein oder anderen Sänger zu Gesicht und vielleicht lernt man ja ein paar neue Stimmen kennen und kann sie beim nächsten Waldspaziergang zuordnen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

(Jan Drucktenhengst)

 

Als Auftakt zur diesjährigen Aktion „Rehkitzrettung“ in Brandau gibt es am 13. Mai um 15:30 Uhr Kaffee und Kuchen für alle (potentiellen) Helfer. Weitere Infos gerne per Mail (s.u.).

In diesen Wochen werden bei uns die ersten Rehkitze geboren. In der sogenannten Setzzeit werden die frisch geborenen Rehkitze in dichtem Gras oder hohen krautigen Flächen versteckt. Bei drohender Gefahr drücken sie sich dicht an den Boden und bleiben reglos liegen. Diese Instinkthandlung führt leider dazu, dass jedes Jahr Rehkitze dem Mähtod zum Opfer fallen.

Wie in den vergangenen Jahren, engagiert sich die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau wieder bei der Rehkitzrettung, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Jagdpächtern. Helfen Sie (wieder) mit?

Ob Vereinsmitglied oder nicht, melden Sie sich bei uns mit Namen und Telefonnummer oder E-Mail Adresse, wenn Sie bei der Rettung der Rehkitze mithelfen wollen. Wir informieren Sie dann, sobald eine Wiese zum Mähen ansteht und abgesucht werden soll. Melden Sie sich jetzt bei uns, wir geben Ihnen auch gerne weitere Informationen. (Gabi Pratz)

Freiwillige Helfer der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau e.V. haben am vergangenen Samstag, den 25.03.2017, alle Brandauer Ortsausgangsstraßen von achtlos weggeworfenem Müll im Straßengraben befreit.

Zahllose Flaschen, Plastiktütchen und -tüten und natürlich die allseits beliebten „Coffee to go“-Becher waren die traurige Ausbeute, die die die fünf an der von Michael Schoeler organisierten Aktion beteiligten Personen zusammentrugen.

Trotz vieler Absagen zeigten sich die stark dezimierten Sammler sehr engagiert. So konnten sie alle vier Brandauer Ortsausgangsstraßen – erst nach Gadernheim, Lützelbach und Beedenkirchen und schließlich gemeinsam die Straße nach Hoxhohl – säubern. Es fiel leider wieder viel Müll an, das Bewusstsein bei den Bürgern für die Empfindlichkeit unserer Umwelt scheint trotz aller Aufklärung zu diesem Thema nur schwach ausgeprägt zu sein.

Dennoch danken wir neben allen Helfern auch all denjenigen Modautalern, die ihren Müll statt in den Straßengraben in die Tonne werfen. Neben dem allgemeinen Engagement für nachhaltigeren Konsum und die Reduzierung von anfallendem Müll möchten wir die Bürger auch animieren, einmal entstandenen Müll wenigstens ordnungsgemäß zu entsorgen.

An dieser Stelle sei zudem erwähnt, dass auch in zahlreichen Waldstücken in der Brandauer Gemarkung immer wieder Müllablagerungen vorzufinden sind. Dies halten wir für eine Katastrophe für unsere Umwelt.
(Jan Drucktenhengst)