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Wie für Menschen, so ist es auch für Tiere überlebenswichtig, zu trinken. Gerade bei den hohen Temperaturen in diesen Wochen. Denken Sie deshalb bitte an Wasser für die Tiere in Ihrem Garten.

An einem Gartenteich mit Flachwasserzone können Vögel, Igel, Insekten und viele Tiere mehr ihren Durst stillen. Aber auch eine Vogeltränke kann Leben retten. Stellen Sie am besten eine Tränke etwas erhöht und von allen Seiten gut einsehbar auf, damit Vögel nicht von Katzen überrascht werden können. Eine Tränke auf dem Boden (ebenfalls gut einsehbar) hilft zusätzlich Igeln, an das überlebenswichtige Nass zu kommen. Wichtig: Täglich das Wasser erneuern, damit sich keine Krankheiten übertragen können. (Gabi Pratz)

Vögel brauchen Wasser, auch im Winter. Nicht nur, dass sie täglich trinken, sie nehmen auch bei kalten Temperaturen ein Bad zur Gefiederpflege. Ihr Gefieder vereist dabei übrigens nicht, es ist stark wasserabweisend. Stellen Sie deshalb auch im Winter Vogeltränken im Garten auf und wechseln Sie täglich das Wasser. Flache Schalen aus Kunststoff, z.B. Untersetzer von Blumentöpfen, nehmen auch bei Frost keinen Schaden. Besonders wichtig sind die Vogeltränken wenn kein Schnee liegt. Dann müssen die Vögel oft weite Strecken zurück legen, bis sie offene Wasserstellen finden, an denen sie trinken können. Sie helfen unseren Wildvögeln also noch mehr, wenn Sie außer Futterstellen im Garten auch Wassertränken einrichten.

Schön sieht es aus, das bunte Herbstlaub an den Bäumen. Doch auch die zu Boden gefallenen Blätter haben ihren Reiz – vor allem für Igel und Co. Immernoch suchen Igel in unseren Gärten ihre Winterquartiere auf. Besonders „kuschelig“ lässt sich der Winter in einem Laub- oder Reisighaufen in einer stillen Gartenecke verschlafen.

Auch für andere Tiere sind zusammengerechte Laubhaufen eine wichtige Überlebenshilfe für den Winter: Die Larven mancher Schmetterlingsarten suchen hier ebenso Schutz wie Käfer, Spinnen, Raupen oder Molche. Durch aufgeschichtete Laub- und Reisighaufen unterstützen wir außerdem indirekt die Vögel im Garten: Die Vielzahl an Insekten, die in einem solchen Haufen überwintern dienen z.B. Rotkehlchen, Zaunkönig oder Meisen als Nahrungsquelle.

Und ganz nebenbei schützt eine Laubschicht unter Bäumen und Büschen den Boden im Winter vor dem Austrocknen. Die Bodenlebewesen tun ihr Übriges und verwandeln die Blätter in wertvollen Kompost.

Einen einmal aufgeschichteten Laub- oder Reisighaufen sollte man auf jeden Fall bis ins späte Frühjahr liegen lassen, um den Igel nicht im Winterschlaf zu stören. Oder warum nicht eine schöne Stelle für einen Reisighaufen auf Dauer im Garten aussuchen? Die tierischen Bewohner werden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen …

Ob der winzige Zaunkönig mit seiner umso lauteren Stimme, die verschiedensten Meisenarten oder die allgegenwärtige Amsel – alle diese heimischen Singvögel bekommt man bei einem längeren Spaziergang durch unsere Wälder mit etwas Glück zu sehen, garantiert aber kann man sie gerade in den Morgenstunden sehr gut hören. Doch wer kann alle unsere heimischen Singvögel nur anhand ihres Gesangs zielsicher unterscheiden?

Bei der Vogelstimmenwanderung der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau am vergangenen Wochenende machten sich einige Interessierte auf, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu entdecken und mehr über unsere heimischen Singvögel und ihre Stimmen zu erfahren.

Am Sonntagmorgen ging es für 9 Interessierte um 7 Uhr früh an der Grillhütte in Brandau los. Die Wanderung führte durch die Wälder und Wiesen rund um den Johannesberg, weiter über den Mandelberg und schließlich an der Modau entlang wieder zurück zum Grillplatz.

Die Naturliebhaber unter sachkundiger Führung von Michael Schoeler konnten auf ihrer Tour so einige heimische Singvögel entdecken oder zumindest ihrem Gesang zuhören. Nicht zuletzt ließen sich einige Vögel auch mit vom Lautsprecher abgespielten Rufen anlocken, wodurch sie noch besser zu beobachten waren.

Nach ca. 2 Stunden Laufzeit durch die wunderschöne Natur kam die Gruppe um 9 Uhr wieder am Grillplatz an.

(Jan Drucktenhengst)

Vogelstimmen-Wanderung am Sonntag, den 19. April

Sicherlich kennen Sie Rotkehlchen, Meise, Amsel oder Star vom Sehen – aber erkennen Sie sie auch am Gesang? Bei der diesjährigen Frühwanderung der Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau haben Sie wieder die Chance, einzelne Vogelstimmen ihren Sängern zuzuordnen. Unter der sachkundigen Führung von Michael Schoeler, geht die etwa zweistündige Wanderung durch Wiesen und Wälder rund um Brandau. Dabei erklärt Michael Schoeler, welche Vögel bei uns leben und welcher Vogel gerade singt. Gemeinsam mit Familie und Freunden können Sie auf dieser Wanderung die Natur und das frische Grün genießen.

Jeder ist herzlich eingeladen, mit zu kommen. Die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau freut sich auf viele Mitwanderer.

Treffpunkt für die Vogelstimmen-Wanderung ist um 7 Uhr am Grillplatz Brandau.

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Wer Nistkästen im Garten hat, kann aus nächster Nähe Vögel beim Brutgeschehen beobachten. Inzwischen ist der diesjährige Nachwuchs von Familie Meise oder Familie Spatz längst flügge und es ist an der Zeit, die alten Nester aus den Nistkästen im Garten zu entfernen. So kann verhindert werden, dass Parasiten im alten Nest überwintern und die Brut im folgenden Jahr stärker belasten.

Schauen Sie zunächst vorsichtig in den Nistkasten hinein, falls ein anderes Tier darin Unterschlupf gefunden hat. Das alte Vogelnest aus hygienischen Gründen mit Handschuhen entfernen. Den Nistkasten ohne chemische Reiniger säubern, Bürste und heißes Wasser reichen völlig aus. Gut austrocknen lassen und wieder aufhängen.

Auch im Winter spielen Nistkästen im Garten eine wichtige Rolle. Manche Vogelarten wie z.B. Zaunkönige oder Meisen suchen in kalten Nächten darin Schutz. Spatzen bauen sogar eine Art „Winternest“, in dem sie in der kalten Jahreszeit gerne übernachten. Aber auch Nützlinge wie Florfliegen überwintern in Nistkästen und manchmal verschläft ein Siebenschläfer darin den Winter. Wollen Sie neue Nistkästen im Garten aufhängen, ist also jetzt der beste Zeitpunkt dafür.

Mitten im Winter sollten Nistkästen übrigens aus den oben genannten Gründen nicht mehr gereinigt werden. Dann ist es besser, das Nest im Kasten zu belassen und am Ende des Winters, kurz bevor die ersten Vogelarten brüten, den Nistkasten zu säubern.

Heute startet die bundesweite Mitmachaktion von NABU und LBV „Stunde der Gartenvögel“. Naturbegeisterte sind aufgerufen, am Wochenende eine Stunde lang alle Vögel zu zählen, die sie im Garten beobachten. Die höchste Anzahl, die jeweils von einer Art gezählt wird, soll dann gemeldet werden. So können über die Jahre Bestandsentwicklungen von einzelnen Vogelarten beobachtet und ausgewertet werden. Die „Stunde der Gartenvögel“ findet dieses Jahr zum zehnten Mal statt. Mehr Informationen über die Aktion und wie Sie mitmachen können lesen Sie hier.

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Nicht nur die Nistkästen im eigenen Garten brauchen einen Hausputz. Auch die vielen Kästen, die die Vogel- und Naturschutzgruppe im Wald rund um Brandau aufgehängt haben, müssen gereinigt werden. Bei einem ersten „Putzausflug“ hat uns ein Reporter vom Darmstädter Echo, Sebastian Philipp, begleitet. Heute ist sein Bericht in der Zeitung erschienen …

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Uhu | Foto: Ralf Neumann

Im Mai führte die Vogel- und Naturschutzgruppe Brandau eine Vogelstimmenwanderung durch. Unter der sachkundigen Leitung von Michael Schoeler machten sich ein paar Frühaufsteher auf den Weg und erlebten das breite Spektrum der heimischen Vogelwelt. Vom kleinsten hier lebenden Vogel, dem „Winzling“ Sommergoldhähnchen, bis zum faszinierenden „Riesen“, dem Uhu war alles dabei!

Im Vergleich: Das Sommergoldhähnchen wiegt 4,5 bis 6,5g, ist rund 10cm lang und hat eine Flügelspannweite von etwa 15 Zentimeter. Der Uhu ist die größte europäische Eule, wiegt 2 bis 2,5kg, ist 60 bis 75 cm lang und hat eine Flügelspannweite von 160 bis 170 cm.

Dank der guten Vorbereitung von Michael Schoeler konnten die Teilnehmer auf einem mobilen Computer zu den Vogelstimmen die passenden Fotos sehen. Damit war es auch für Ungeübte leichter, die gehörten Vogelstimmen den „Eigentümern“ zuzuordnen und dann mit dem Fernglas die entsprechenden Vögel zu finden.

Fazit: Es war ein großer Spaß, voller Erfolg und wer im kommenden Jahr nicht mitkommt, ist selbst Schuld :-).

Wer gerne Vögel und andere Tiere beobachtet, kann sie „anlocken“, indem er seinen Garten für sie attraktiv gestaltet. Zum Beispiel durch heimische Sträucher. Sie bieten vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf.

Das Dickicht von Weißdorn, Liguster oder Hainbuche bietet geschützte Nistplätze für viele Vögel. Vogelbeere und schwarzer Holunder ernähren jeweils mehr als 60 Vogelarten.

Fledermäuse kommen gerne in den Garten, wenn dort ihre Lieblingsspeise, die Nachfalter, zu finden sind. Diese werden durch blühende Kräuter ebenso angelockt wie durch Salweide, rote Heckenkirsche oder gemeinen Schneeball.

Im Gegensatz zu exotischen Sträuchern bieten heimische Wildsträucher vielen Insekten Nahrung in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien. So gehört beispielsweise der Faulbaum zur Hauptnahrungsquelle der Raupe des Zitronenfalters.

Dies sind nur ein paar wenige Beispiele. Es lassen sich viele verschiedene Tiere in den Garten „locken“, wenn wir ihn entsprechend gestalten. Viel Spaß beim Beobachten …